Mittwoch, 28. November 2007

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Montag, 21. Mai 2007

Er meldet sich spät.../ Studiengang Journalismus und seine Tücken...

Ja. Asche auf mein Haupt. Nicht nur Tageszeitmäßig sondern allgemein ist eine Menge Zeit vergangen. Aber mir ist mal wieder nach bloggen, also warum nicht auch jetzt?

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Studiengang Journalismus und seine Tücken

Vielleicht war ich einfach ein bisschen Naiv. Oder größenwahnsinnig? Keine Ahnung. Jedenfalls hat mir der heutige Abend die Augen geöffnet. Ich, der ich der Zeit Zivildienstleistender bin und mir vorgenommen hatte in diesem Jahr zum Wintersemester mit meinem Studium zu beginnen, blicke jetzt gewissermaßen entzaubert und etwas ratlos aus der (bürokratischen) Wäsche. Bachelor, Hochschulranking, NC, häh?!
Eigentlich verstehe ich nicht wirklich, was ich mache. Ich surfe ziemlich wahllos zwischen Hochschulkompass, CHE-Ranking, den einzelnen Fakultäten, dem Berufenet und was es sonst noch so gibt hin und her. Ich klicke jeden Link, den ich finde in einen neuen Tab und innerhalb von 5 Minuten, habe ich der Maßen viele Seiten geöffnet, dass mein Bildschirm vor Informationen geradezu überquillt. Nebenbei lese ich im "Zeit Studienführer". Da ich leidlich multitaskingfähig bin, kompensiere ich meine geistige Überlastung durch eine Zigarette nach der anderen, nur leider stellt sich eine Klarheit einfach nicht ein. Die Artikel im Studienführer erklären vieles, vielleicht alles. Dummerweise habe ich einen Gutteil bereits beim Lesen schon wieder vergessen. Schwitzend sehe ich das Datum auf meinem Kalender: Ende Mai! Ich weiß, dass Journalismus (oder Kommunikationswisschenschaft, oder, oder, oder...) kein ZVS Fach ist und man sich dementsprechend direkt bei den Unis bewerben muss. Soweit mein "Überblick" mich nicht täuscht, geht die Bewerbungsfrist noch bis zum 15 Juli. Gesichert weiß ich das allerdings nur für die FU Berlin. Den Rest habe ich schon wieder verdrängt. Mein Drucker spuckt fröhlich Papier mit Informationen aus, die ich morgen auf dem Weg zur Arbeit lesen muss (vielleicht fahre ich den S-Bahn Ring einfach zweimal, dann schaffe ich das auch zu lesen).
Mein erster Tag "Studiumsvorbereitung" hat mir jedenfalls einen höllischen Schrecken eingejagt und ich hab wohl noch eine Menge zu erledigen um das alles in die korrekten Bahnen zu leiten.


Fazit: Im nächsten Leben früher mit Studiumsvorbereitung anfangen...

Dienstag, 20. März 2007

Musik in meinen Ohren...

In meiner Freizeit lerne ich gerade das Gitarrenspielen. Damit das auch Spaß macht schreibe ich kleine Songs oder Songskizzen über das was mich beschäftigt. Hier ein Beispiel:

Titel: Wär' ich für dich da...

Strophe1:
du siehst nicht gut aus
aber das weißt du ja selbst
es sieht so aus als wenn du dich an deiner kippe festhälst
wir reden über nichts
das wird mir unangenehm
ich frag mich eigentlich nur
was ist dein Problem


Ref.:
wenn du mich jetzt fragst
fragen würdest
flüstern würdest
wenn du jetzt was sagst
sagen würdest
wispern würdest
wär ich für dich da

Strophe2:
deine Kleidung verlottert
deine Haare sind verfilzt
und ich frag mich immer noch was du eigentlich willst
du siehst mir nicht in die Augen
das ist mir unangenehm
ich frag mich eigentlich nur
was ist dein Problem

Strophe3:
du erzählst mir vom morgen
und was deine Träume sind
du widersprichst dir ständig selber und schießt alles in den Wind
du lügst mich an
das ist mir unangenehm
ich frag mich eigentlich nur
was ist dein problem


Und hier der Link zu einer- zugegebener maßen - schlechten Hörprobe.

http://www.tracksfeed.com/?p=858

ryaku

Mittwoch, 7. März 2007

Selbstgespräch

Bei mir geht es rapide abwärts. Meine Vernunft ist ausgezogen. Seit dem habe ich meinen Job verloren und mich mit meinen Freunden verkracht. Ich weiß nicht was ich machen soll. Alles kam in dieser einen Nacht und der Anlass war so nichtig wie er nur sein konnte:

Ich sitze mal wieder verkartert in der Nacht vom Sonntag zum Montag an meinem Schreibtisch. Die Augen sehen eher aus wie tiefe dunkle Höhlen und werfen interessante Schatten auf meine hohlen Wangen, wenn ich mir eine Taschenlampe auf die Augenbrauen richte. Eigentlich wollte ich ja früher schlafen gehen. Aber das geht ja nicht. Dafür bin ich ja zu faul. Meine Vernunft schläft natürlich schon längst und lässt mich alleine mit einem Problem, was nur sie lösen kann. Sie hält das selbstverständlich für Quatsch, immerhin muss ich ja irgendwann auch mal ohne sie klarkommen. Sagt sie jedenfalls immer. Ich hoffe das dieser Tag niemals kommt. Das wäre wohl mein Ende. Gerade in dem Moment, als ich mir im Geheimen noch ein kleines Bierchen genehmige, meldet sich meine Vernunft zu Wort:
"Was machst du denn da?!"
"Ich... ich weiß nicht...ich trinke ein Bier?"
"Weißt du überhaupt wie spät es ist?"
Natürlich ist es nicht mein erstes Bier und ich gluckse in mich hinein.
"Nein keine Ahnung. Hast du nicht auf die Uhr geguckt?"
"Dir ist schon klar wer dich morgen früh wach machen muss, dich ins Bad schleift, dich zwingt zu frühstücken? Wann kümmerst du dich eigentlich mal um mich?"
Das ist ein harter Schlag. Mit Tendenz zum Tiefschlag.
"Naja ich dachte du kommst ganz gut zu recht. Das sagt du doch immer."
"Darum geht es doch garnicht!"
"Aber um was geht es denn dann?"
Mir ist die große emotionale Spannung, die über dem Raum liegt in dem Moment einfach nicht klar.
"Manchmal glaube ich, dass du mich nicht magst, weißt du?"
"Aber ich brauche dich doch!"
"Manchmal bin ich mir so unsicher, ob ich das richtige tue. Hast du nie Angst das Falsche zu machen?"
"Naja...", ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht, "eigentlich gibt es ja kein richtig oder falsch und irgendwie hat ja auch alles seinen Sinn. Keine Ahnung... Irgendwie geht es doch immer weiter, stimmt's?"
"Du bist so unglaublich gutgläubig, aber das mag ich an dir. Irgendwie gehören wir eben doch zusammen."
"Sag ich ja. Wo du gerade stehst, würde es dir was ausmachen mir noch ein kleines Bierchen zu holen?"
"Das kann nicht wahr sein, du bist so..."


Daruafhin ist sie ausgezogen. Was soll ich nur tun? Was mache ich nur?

ryaku

Dienstag, 6. März 2007

Wie eine Motte das Licht

Er sieht sich um. Ein seltsames Museum, eine Galerie? Ein Tempel? Was ist dieser Ort? Er steht in einem Gang. Es gibt keine Fenster, keine Lampen. Nur seine Schritte hallen in dem langen Gang wieder. Ohrenbetäubende Stille. Was bedeutet das, was er sieht? Es fröstelt ihn. Diese Bilder sehen eher aus wie Plastiken, wie Erinnerungen. Hier der Streit mit dem Vater, damals in der Küche beim Frühstück. Der Moment in dem er durch eine heftige Geste die Milchflasche vom Tisch gefegt hat. Sein Gesicht vom Zorn verzerrt. Die Milch im herausspritzen eingefroren. Er beugt sich über das Geländer, fährt mit einem Finger durch die weiße Flüssigkeit. Sie schmeckt sauer. Ist ja auch alles schon so lange her. Hier die Umarmung der großen Schwester beim Ausziehen von zu Hause. Sie hat wirklich geweint. Er hatte längst die Bedeutung dieser Erinnerung vergessen. Seine Schritte hallen in dem langen Flur wieder. Langsam schreitet er jedes Bild ab. Kalter Staub. Trotzdem atmet er ruhig und tief. Er kennt diesen Geruch. Zu Hause. Er hasst diesen Geruch, Zu Hause.
Der Gang macht einen Knick und wird niedriger und dunkler. Die Bilder sind hier unvollständig, Schatten wo Gesichter sein sollten, Dunkelheit an den wichtigen Stellen. Die Bilder sind verzerrt und verdreht. Unwirklich, entstellt. Ein Bild zeigt eine Person. Er kann ihr Gesicht nicht erkennen. Die Person schwitzt. Kalter Schweiß. Schmerzen. Sie steht vor einem Bett. Er fragt sich nicht wer in diesem Bett gelegen haben mochte. Er geht weiter. Seine Schritte werden dumpfer. Am Ende des Ganges ein Licht. Weiß und warm. Blendend. Es zieht ihn an. "Wie eine Motte das Licht", denkt er.

Mittwoch, 28. Februar 2007

Busfahrer

Es gibt genau zwei Arten von Busfahrern in Berlin: Die Stillen und die Schnauzen. Zweitere sind eher selten der Fall. Durch die Servicemaßnahmen seitens der BVG bezüglich Kundenfreundlichkeit, wird ein weiterer Charackterberuf platt gemacht. Glatte Chauffeure ersetzen die liebgewonnen Meckerer. Gestern hatte ich das immer seltener werdende Glück einem der aussterbenden Schnauzenbusfahrer bei der Arbeit zu zusehen. Hier also mein Protokoll einer durchaus unterhaltsamen Busfahrt:
Der Busfahrer selbst ist ein unrasierter Endvierziger von kleinerem, korpulenterem Körperbau. Sein Kinn scheint stark zu jucken, jedenfalls kratzt er sich dort sehr ausgiebig. Seine Augen sind sehr klein und hinter der runden Brille, wirken sie wie abgeschottet; als ob sie in eine fremde Welt blicken würden. Als er den Bus besteigt dauert es bestimmt an die 10 Minuten, ehe sich sein Sitz in der richtigen Position befindet und sich das Lenkrad im korrekten Busfahrerwinkel (othogonal zum Bauch stehend) befindet. Der Spiegel wird neu justiert und diese ganze Konfiguration findet nicht ohne gelegentliches Gebrummel seinerseits statt. Alles muss schließlich an seinem Platz sein. Ich rechne schon nicht mehr damit, aber irgendwann setzt er sich dann doch noch in seinen Fahrersessel und wir fahren los.
Es ist ein schmuddeliger Nachmittag, grau in grau hängen die Wolken wie Schleier über den Häusern. Autos beeilen sich in ihre Garagen zu kommen, Autofahrer freuen sich auf das Abendessen. Unser Busfahrer, löst bei der Fahrt sein Lenkrad um es neu einzustellen. Wie selbstverständlich fährt er 20 oder 30 Meter ohne die Gewalt über den Bus zu haben und bekommt nur mit Mühe den Hebel zum Befestigen des Lenkrades umgelegt, ohne dabei gegen eines der zahlreichen Autos, oder gegen einen Baum zu fahren. An der ersten Haltestelle steigt eine ältere Frau zu und möchte eine Fahrkarte kaufen.
"Einmal A-B bitte", höre ich sie sagen.
Ich sitze seitlich schräg hinter dem Busfahrer, etwa 3 Meter von der Tür entfernt, durch die die Frau den Bus bestiegen hat. Sie legt ihm das Geld hin. Nichts passiert. Die Frau wartet, der Busfahrer kratzt sich am Kinn. Nach einer Weile dreht er sich schließlich zu ihr um und sagt:
"Wat willste denn?!".
Ein wenig konsterniert von der Wärme dieser Worte blickt sie ihn aus ihrem Pfannkuchengesicht an. Ehrliches Erstaunen liegt in ihrem offenen Mund und formt ein großes, rundes "O".
"Ein mal A-B bitte, habe ich doch gesagt"
"Ach so, macht dann zwo zehn!".
Er tippt das Gewünschte in den Automaten und schiebt wortlos das Geld in die Kassette. Durch ein abruptes Anfahrmanöver wird die Frau in den hinteren Bereich des Busses katapultiert. Im Spiegel sehe ich ein Lächeln über sein Gesicht huschen.
Wichtig für einen Busfahrer ist auch eine rumpelnde Fahrweise. Was ein echter Busfahrer ist, hält nicht viel von sanftem Beschleunigen oder degressivem Bremsen.
Auf der anderen Seite fährt ein guter Busfahrer selbst auf der freisten Strecke niemals schneller als 45 km/h, schließlich gibt es ja einen Ruf zu verlieren.
"Mit einem solchen Busfahrer wären wir bei "Speed" schon x-mal explodiert", denke ich mir.
Kurz bevor wir an der nächsten Haltestelle stehen bleiben, fährt ein Auto auf die Busspur, setzt jemanden ab und fährt dann über die durchgezogene Linie zurück auf die normale Spur. Der Abgesetzte steigt ein. Freundlich und erleichtert, den Bus noch bekommen zu haben, zeigt er seine Monatskarte.
"Junger Mann, sagen se bitte nächstes mal ihrem Kollegen, dass dit verboten is. Wenn die grüne Minner anjerückt wäre, wär der Führerschein weg!"
Der Mann sagt "Ok..." und kann sich ein Lächeln nicht ganz verkneifen.
Das ist natürlich Zucker für den Affen.
"Ick kann ihnen dit nur erzählen! Dit is hier ne Busspur und dit da ne durchjezogene Linie!"
"Ja ist in Ordnung ich sage es ihm.", versucht sich der Mann zu befreien.
"Mir is dit egal! Ick wollte ihnen dit nur sagen ick kenne dit aus die eigene Erfahrung, mit dit Pack!"
"Ich sage es ihm - ganz bestimmt.", versucht sich der Mann händeringend zu befreien.
"Durchjezogene Linie und Busspur, da können se sich wat aussuchen..."
Schließlich lässt der Busfahrer den Mann gehen.
Und wir fahren weiter. Am Zoo steige ich aus. Und mit der S-Bahn geht's nach Hause.
"Ich liebe Busfahren!", denke ich die restliche Rückfahrt.

ryaku

Montag, 26. Februar 2007

Umzug von Myspace nach Blogger...

Ich habe mich entschieden meinen Blog in Zukunft auf Blogger zu veröffentlichen.
Ein paar Artikel habe ich vom alten Myspace-Blog übernommen und werde ab jetzt von hier aus weitermachen.

Wie kam es dazu?
Ganz einfach: Blogger läuft besser und ist wesentlich komfortabler und anpassbarer als Myspace...